ISTANBUL
KONVENTION

Die Förderung feministischer Selbstbehauptung ist unerlässlich für die effektive Umsetzung der Istanbul-Konvention in Frankfurt und in Deutschland!
Feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung ist nachweislich wirksam, ermöglicht die Auflösung unterlegener Rollenzuweisungen und bietet neue Handlungsoptionen – damit wirkt es primärpräventiv gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen.

Die Istanbul-Konvention

Die Konvention zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt ist ein völkerrechtlicher Vertrag der 2014 in Kraft trat. Aktuell haben 46 Mitgliedsstaaten des Europarats die Konvention unterzeichnet und 34 haben ihn ratifiziert. Die Konvention wird auch Istanbul-Konvention genannt, da die Unterzeichnung in Istanbul stattfand. Seit 1.2.2018 ist die Konvention in Deutschland in Kraft gesetzt.

Das zivilgesellschaftliche Bündnis Istanbul-Konvention

Das Bündnis Istanbul-Konvention (BIK) verfolgt das Ziel die Umsetzung der verbindlichen Istanbul-Konvention in Deutschland kritisch zu begleiten, und zu überwachen.

Das BIK besteht aus 20 Frauenrechtsorganisationen und Bundesverbänden mit dem Arbeitsschwerpunkt Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Neben Organisationen wie Medica mondiale, Pro Asyl, DaMigra, dem bff und weiteren ist auch der Bundesfachverband für feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung (BvFest) Teil des Bündnisses. Das BIK gibt Empfehlungen zur Umsetzung der Konvention an die Politik

Der Alternativbericht und Forderungen des Bündnisses Istanbul-Konvention

Artikel 12 Abs. 6, Istanbul Konvention: Geschlechtsbezogene Gewaltprävention und Maßnahmen zum Empowerment: Empowerment, also Ermächtigung und Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen ist notwendig für Prävention und Schutz vor Gewalt.

 

Feministische Selbstbehauptung und Selbstverteidigung ist nachweislich wirksam im Bereich der primären Gewaltprävention.

Das BIK weist daraufhin, dass direktes Empowerment die Auflösung alter Verhaltensmuster und Rollenzuweisungen ermöglicht und mit neuen Handlungsoptionen primärpräventiv gegen Gewalt wirkt. Das BIK kritisiert, dass die mangelnde staatliche Förderung von nachweislich wirksamen Selbstbehauptungskonzepten, wie der feministischer Selbstbehauptung, dazu führt, dass zu wenige Frauen Zugang zu diesen Angeboten finden:

„Empowerment von Frauen und Mädchen, um Gewalt, ungleiche Machtverhältnisse und Diskriminierungen nicht zu akzeptieren und sich gegen diese erfolgreich zur Wehr zu setzen, sollte auf allen Ebenen – Familien, Bildungs- und Freizeitinstitutionen, Gesundheitswesen – gefördert, implementiert und verstetigt werden.“